Taktikaufgaben im Schach: die Motive, die Partien gewinnen

Die meisten Partien unterhalb der Meisterklasse entscheidet eine Taktik: eine Gabel, die keiner gesehen hat, eine Fesselung, die eine Figur kostet, ein Opfer, das den König aufreißt. Lerne die Motive Schritt für Schritt, und bald siehst du sie in deinen eigenen Partien.

Eine Taktik ist eine kurze, erzwungene Zugfolge, die etwas Handfestes gewinnt: Material, eine bessere Stellung oder gleich den König. Beim ersten Mal wirken Taktiken wie Zauberei, doch sie beruhen auf erstaunlich wenigen Mustern. Sobald dein Blick die Formen kennt, springen sie dir förmlich ins Auge.

Jede Anleitung unten erklärt ein Motiv in einfachen Worten: wie es aussieht, welche Hinweise es verraten, an welchen Fehlern es scheitert und welche Gewohnheiten dir helfen, es am Brett zu finden. Jede Seite endet mit Beispielrätseln, die du Zug für Zug durchgehen kannst.

Taktische Motive

Angriff auf den König

Bauern und Sonderzüge

So trainierst du Taktik richtig

  1. Konzentrier dich ein paar Tage lang auf ein Motiv. Dieselbe Idee zwanzigmal hintereinander zu sehen, schult dein Auge viel schneller als bunt gemischte Rätsel.
  2. Löse auf einem Niveau, auf dem du etwa zwei von drei Rätseln schaffst. Zu leicht bringt nichts, zu schwer bringt dir nur das Raten bei.
  3. Prüfe immer zuerst die forcierenden Züge: Schachgebote, Schlagzüge und Drohungen, und zwar für beide Seiten.
  4. Schau dir deine Fehlversuche an. Ein Rätsel, das du falsch gelöst hast, ist das wertvollste, das du heute siehst.

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